Deutsche Telekom: 300.000 Kunden auf dem Schlauch

Mi 30 April 2008 08:25, Redaktion, 1805 views

 

Bei der Deutschen Telekom liegen nach einem Bericht von Stern.de wegen einer Systemumstellung 300.000 unbarbeitete Anträge vor, allein seit Anfang April liefen 27.000 Beschwerden auf. Wegen einer Systemumstellung könnten demnach nur zehn Prozent bearbeitet werden.

Die Arbeiten begannen vor zwei Wochen. Mit der Umstellung des Computersystems will die Telekom den Service für ihre mehr als 30 Millionen Kunden "signifikant" verbessern, sagte Telekom-Sprecher Frank Domagala. Hintergrund: die Telekom benutzt bei sich und ihren Töchtern mehrere inkompatible Systemstrukturen. Spiegel-Online kommentiert, dass diese "seit langem als ein schlechter Treppenwitz gelten. Kunden kennen das aus der Hotline: Wenn der Mitarbeiter am Ende Antworten nur leisten kann, indem er mehrere Male das System wechselt - mit entsprechenden Wartezeiten." Die einfache Änderung einer Adresse musste demnach in sechs verschiedenen Systemen eingegeben werden.

Das soll nun anders werden. 30.000 Beschäftigte im Kundenservice seien inzwischen geschult worden, das System laufe unter "Volllast". Der Telekom-Sprecher bestätigte, dass bei rund 600 Systemhinweisen Korrekturen gegeben habe. Das sei aber bei einer "der größten IT-Umstellungen der Welt im laufenden Betrieb nicht ungewöhnlich".



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